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Einführung in den Masterstudiengang
Die Ziele des Masterstudiengangs
Die Lernziele der Studenten
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Die Bestandteile des Studiengangs
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Die Masters-Abschlussarbeit

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Häufig gestellte Fragen

Der Bologna-Prozess - Stand Herbst 2005

Der Bologna-Prozess - Stand der Umsetzung in Deutschland Herbst 2005

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Freitag, Dezember 02, 2005

Nationales Dissemination Seminar 


Frau Hellinckx während ihrer Präsentation. 17.05.2005

Comenius Projekt: Deutsches Nationales Dissemination Seminar in der Rudolf Steiner Schule in Dortmund am 17. November 2005.

Vertreter von 31 Schulen waren anwesend.

Sie kamen von:

Aachen, Bergisch-Gladbach, Bielefeld, Bochum (2), Wattenscheid, Borchen, Dinslaken, Dortmund (2), Düsseldorf, Essen, Everswinkel, Gladbeck, Gummersbach, Gütersloh, Haan, Hamm, Herdecke, Herne, Hückelhoven-Ratheim, Köln, Krefeld, Mönchengladbach, Mülheim, Remscheid, Sankt Augustin, Soest, Velbert-Langenberg, Witten und Wuppertal.


Die beiden deutschen Repräsentanten des Comenius Projektes Frau Griet Hellinckx und Herr Martin Wienert hatten zu dieser Veranstaltung eingeladen, um über die Entwicklung und die Ergebnisse des Europäischen Master in Waldorfpädagogik (MA) zu berichten.

Frau Hellinckx stellte zuerst den Werdegang des Projektes aus deutscher Sicht dar. Die Steuergruppe in ihrer Zusammensetzung von fünf europäischen Partnern aus den Niederlanden, Großbritannien, Schweden, Ungarn und Deutschland hatte in den letzten drei Jahren in Kooperation mit der Universität von Plymouth einen praxisbasierten Master für Waldorfpädagogen entwickelt. Dieser modular gestaltete Studiengang wird seit 1,5 Jahren in Großbritannien durchgeführt. In den Niederlanden wird er voraussichtlich ab Herbst 2006 durchgeführt. Die Schweden sind dabei, einen Studiengang zu entwickeln, der besonders für Eurythmisten interessant sein wird. In Ungarn ist die Entwicklung noch nicht soweit fortgeschritten. Hier in Deutschland hat sich das Institut für Waldorfpädagogik in Witten Annen dazu entschieden, diesen Studiengang zurzeit nicht anzubieten, vor allem weil die Studiengebühren in Höhe von mindestens 12.000 € zu hoch erschienen für den Kreis der Interessenten (Waldorflehrer). Frau Hellinckx berichtete auch von den parallel erfolgten Entwicklungen eines Master Studienganges in der Schweiz am Institut für Praxisforschung (ipf). Zum Ende der Darstellungen wurde auf die sich im Dezember in den Niederlanden konstituierende Gruppe hingewiesen, welche dafür Sorge tragen wird, die weiteren Entwicklungen des Europäischen Master für Waldorfpädagogik (MA) sowie die fortlaufende Tutorenschulung durch die Universität Plymouth zu koordinieren. Sie nennt sich European Masters Consultative Committee.

Kopien des Leitfadens des Master Studienganges wurden an interessierte Teilnehmer verteilt.

Im Anschluss an die Präsentation fand ein Meinungsaustausch in einem kleineren Kreis von Teilnehmern, die weitere Fragen zu dem Projekt und den Ergebnissen hatten, statt.


Montag, Oktober 03, 2005

Rundbrief September 2005 

Sehr geehrte Interessenten,

wir bedauern es sehr, Ihnen heute mitteilen zu müssen, dass das Institut für Waldorf-Pädagogik, Witten, derzeit keinen europäischen MA-Studiengang in Zusammenarbeit mit der University of Plymouth anbieten kann.

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass die Initiative für Praxisforschung (ipf) in Kooperation mit der University of Plymouth ein dreijähriges MA-Studium [Education] anbietet. Unseres Wissens soll eine neue Studiengruppe im Januar 2006 beginnen. Nähere Informationen erhalten Sie unter: Initiative für Praxisforschung ipf Bielstrasse 95 CH-4500 Solothurn Telefon: 0041 32 622 45 91 Fax: 0041 32 622 40 41 Web: http://www.ipf-ipr.net/ Mail: info@ipf-ipr.net .

Gerne möchten wir Sie einladen, am 17. November 2005 zur Rudolf-Steiner-Schule nach Dortmund (Mergelteichstraße 44) zu kommen, da wir dort ab 15:30 h eine Darstellung der dreijährigen Arbeit der Comenius-Projektgruppe und ihrer Ziele geben werden. Im Anschluss an die Darstellung soll ein gemeinsames Gespräch zum Thema Schulentwicklung anhand von Praxisforschung und Konferenzarbeit stattfinden. Wer Interesse an dieser Veranstaltung hat, möge uns vorher Bescheid geben. Wir bedanken uns bei Ihnen für Ihr Interesse und hoffen, dass die Arbeit der Comenius-Projektgruppe künftig weiterhin an vielen Orten in Europa aufgegriffen wird und Früchte tragen kann, die der gesamten Schulbewegung zugute kommen.

Dienstag, April 12, 2005

Rundbrief April 2005 

Wie bereits berichtet arbeiten das Institut für Waldorf-Pädagogik Witten (Deutschland), ipf in der Schweiz, die University of Plymouth in Großbritannien, die Rudolf Steinerhögskolan in Schweden, das Solymár Waldorf Képzés in Ungarn und die Hogeschool Helicon in den Niederlanden an dem Entwurf eines europäischen Master-Studiengangs für Waldorfpädagogik. Erklärtes Ziel ist es, die von Rudolf Steiner angeregte Praxisforschung mit einer professionellen Fortbildung auf akademischem Niveau zu verbinden, und zugleich die Möglichkeit zu schaffen, hiermit den Grad des Master zu erwerben. Außerdem soll mit diesem Studiengang die europäische Zusammenarbeit innerhalb der Waldorfbewegung unterstützt werden.

Fragen der Akkreditierung des Studiengangs führten dazu, dass in enger Zusammenarbeit mit Kollegen des Integrated Masters Programme der Universität Plymouth ein Studiengang entwickelt wurde, der vier Module (eine Mischung aus Unterrichtsmodulen und Independent Study Modules) und die Arbeit an einer Dissertation beinhaltet. Sowohl in England (seit 2003) wie in der Schweiz (seit 2004) gibt es eine Gruppe von Kollegen die einen Testdurchlauf machen. Außerdem sind einige weitere Einzelpersonen als Studierende des so genannten SWEMP (Steiner Waldorf Education Masters Programme) eingeschrieben. Die ersten Arbeiten wurden bereits erfolgreich bei der Universität eingereicht.

Inzwischen stehen auch in Schweden und den Niederlanden, aber vor allem in Deutschland etliche KollegInnen in den Startlöchern um ein Studium aufzunehmen. Hieraus wird deutlich, dass das Projekt sich in der Übergangsphase vom Pilotprojekt zum soliden Programm befindet. Dies bringt mit sich, dass jetzt alle Fragestellungen, die unter anderem durch die Arbeit mit den Testgruppen, deutlich geworden sind, zu Ende diskutiert und geklärt werden müssen. In den letzten Monaten wurde deutlich, dass dieser Prozess wesentlich mehr Zeit braucht, als erwartet. Somit mussten die bereits anvisierten Termine für die ersten beiden Module in Deutschland verschoben werden. Schließlich muss die Finanzierung über die Anschubfinanzierung hinaus geklärt sein. Die Studierenden müssen wissen, welche Kosten im Laufe des Studiums auf sie zukommen. Die Studiengebühren müssen Kosten decken, aber auch zumutbar bleiben. Die Qualität und die Qualitätskontrolle gilt es bereits im Vorfeld zu sichern. Die Tutoren, die die Studierenden begleiten, müssen fundiert ausgebildet und auf ihre Tätigkeit vorbereitet werden. Der Anspruch, die vielen Sprachen der jetzt teilnehmenden Länder (und derjenigen, die bereits aus anderen EU und Nicht-EU-Ländern Interesse angemeldet haben) zur Geltung kommen zu lassen, bleibt eine kostenspielige Herausforderung. Das zur Verfügung stellen von Recherchemöglichkeiten weist sich als sehr wesentlich heraus. Fragen wie die nach der Zahl der Studierenden, die von den Institutionen pro Jahr betreut werden, stellen sich und ziehen Konsequenzen nach sich. Ein Kollegium muss gebildet werden, das bereits jetzt die Kontinuität und die Planung für die nächsten fünf Jahre ins Auge fasst.

Die Kollegen in Plymouth haben, nachdem klar wurde, wie viel auch in Fragen der institutionellen Anerkennung an Aufwand betrieben werden muss, der Implementierung in Deutschland Priorität eingeräumt. In 2006 sollen dann die Niederlanden und Schweden folgen. So wird dieses Projekt hoffentlich im Laufe der nächsten Jahre in allen Partnerländern und vielleicht auch graduell in einigen weiteren zur Implementierung kommen, so dass hieraus tatsächlich ein solides akademisches Programm erwächst, was der weiteren Entwicklung der Waldorfbewegung weltweit dienlich sein wird.

Montag, April 11, 2005

Erneute Verschiebung 1. Modul 

Bedingt durch den noch laufenden Verhandlungsprozess mit der University of Plymouth über die Modalitäten und vor allem über die Studiengebühren für den MA-Studiengang, die der Universität zu entrichten sind, müssen wir heute leider mitteilen, dass auch die neu anvisierten Termine (Mai/Juni 2005) für das Modul 'Ganzheitliche Forschungsmethoden' sowie der erste Termin (Juni) für das Modul zum Thema ‚Berufseinführung und Mentorenschaft’ nicht stattfinden können. In den nächsten Monaten finden weitere Verhandlungen bezüglich Finanzierungs- und Anerkennungsfragen statt. Sobald wir Planungssicherheit haben, werden wir Informationen über die Studiengebühren und die neuen Termine veröffentlichen.

Mittwoch, Februar 09, 2005

Verschiebung 1. Modul 

Bedingt durch den noch laufenden Verhandlungsprozess mit der University of Plymouth über die Modalitäten für den MA-Studiengang, teilen wir Ihnen heute mit, dass es zu einer zeitlichen Verschiebung des Moduls 'Ganzheitliche Forschungsmethoden' kommt. Die neuen Termine sind für den 27./28. Mai und den 17./18. Juni 2005 geplant. Wir bitten um Verständnis und hoffen, dass Ihnen hierdurch keine Unannehmlichkeiten entstehen.

Es ist ebenfalls absehbar, dass die Gebühren pro Modul höher als bis jetzt kalkuliert liegen werden. Für ein gesamtes Studium muss man mit 4 Modulen plus einer Gebühr für die Dissertation in Höhe von etwa 2,5 Modulen rechnen.
In den nächsten Wochen führen wir mit verschiedenen Gesprächspartnern weitere Gespräche bezüglich Finanzierungs- und Anerkennungsfragen. Sobald wir Planungssicherheit haben, schicken wir die angekündigten Anmeldeformulare.

Freitag, Dezember 17, 2004

Einladung 1. Modul 

Einladung zum Auftakt des Master Studiengangs (MA in Waldorf Education) in Deutschland

Die vorläufige Gestalt des Studienganges beinhaltet ein unterrichtetes Modul (Taught Modul), drei selbständige Module (Independent Study Moduls) und die Abschlussarbeit (Dissertation).
Das erste Modul wird dasjenige sein, was einen Unterrichtsteil beinhaltet. Wir haben uns für das Thema „Ganzheitliche Forschungsmethoden“ (Holistic Research Methods) entschieden, in der Annahme, dass dies auf breites Interesse trifft.

Hiermit möchten wir Sie zur ersten Veranstaltung des ersten Moduls am 4. und 5. März 2005 nach Witten ins Institut für Waldorfpädagogik einladen.
Das erste Modul „Ganzheitliche Forschungsmethoden“ (Holistic Research Methods) ist folgendermaßen strukturiert:

Zeitplan:

Offizieller Start: 4. März 2005
1. Wochenendseminar:
4. März 2005 von 17.00 bis 21.00 Uhr, 5. März 2005 von 9.00 bis 19.00 Uhr
Eine Einführung (Induction) in den Aufbau des Studiums wird den Auftakt bilden. Danach werden wir uns mit qualitativen Forschungsmethoden, wie sie bei den heutigen erziehungswissenschaftlichen Studien eingesetzt werden, sowie mit den Forschungsmethoden in der Waldorfpädagogik (geisteswissenschaftliche Forschungsansätze nach R. Steiner und goetheanistische Forschungsaspekte) befassen.
Zwischenzeit:
Hausaufgaben (Lesen von Hintergrundtexten und Beschäftigung mit Forschungs-methoden)
Thema für eine individuelle Fragestellung finden
Arbeit in (regionalen) Intervisionsgruppen
2. Wochenendseminar:
15. April 2005 von 17.00 bis 21.00 Uhr, 16. April 2005 von 9:00 bis 19:00 Uhr
Berichte aus den Intervisionsgruppen. Sichten und Weiterbearbeiten der Ergebnisse der Hausaufgaben. Sichten der individuellen Fragestellungen und Themenfindung für die individuelle Ausarbeitung.
Hausarbeit: Ausarbeitung einer individuellen Fragestellung entsprechend einer der
5 Bearbeitungsformen (Assessment modes):
1. Eine kritische Literaturstudie (A Critical Review of a Body of Knowledge)
2. Datenerhebung and –analyse (Data collection and Analysis)
3. Praktische Durchführung eines Projektes ( Developing Practice through a Project)
4. Reflektion eines Projektes (Reflecting on Practice)
5. Eine Argumentation verfassen (Making an Argument)
Mai bis August 2005:
Nach Verabredung Supervision seitens der Tutoren
Regionale Intervisionsgruppen
Offizieller Abgabetermin für die Forschungsarbeit: 4. September 2005
Abschluss: Wer dieses Modul erfolgreich abschließt, und vorerst nicht weiterstudieren will, bekommt ein ‘Certificate of Advanced Professional Studies’ (Caps).

Wir freuen uns auf den Auftakt dieses neuen Fortbildungsstudiengangs. Da wir noch in der Pioniersphase sind, begrüßen wir umso mehr jeden, der mit einsteigt, um bei diesem Abenteuer dabei zu sein. Eingeladen werden an erster Stelle diejenigen, die bereits im Vorfeld ein ernsthaftes Interesse geäußert haben, sobald wie möglich mit dem MA-Studiengang anzufangen.

Bitte melden Sie sich bis zum 15. Januar 2005 schriftlich (per Mail oder Post) an! Wir brauchen von Ihnen einen Lebenslauf und einen Brief, in dem Sie Ihr Interesse für dieses Modul begründen.
Wir schicken Ihnen dann sobald wie möglich eine Bestätigung mit einem weiteren Anmeldeformular. Die Kosten für dieses erste Modul betragen 480,- Euro und müssen spätestens Mitte Februar überwiesen werden (Kontoverbindung wird mit der Anmeldebestätigung bekannt gegeben).
Für diejenigen, die eine Übernachtung brauchen, empfehlen wir das Hotel Georg in Witten-Annen (info@georghotel.de ). Es ist vom S-Bahnhof zu Fuß leicht erreichbar, außerdem laufen Sie von dort etwa 12’ zum Institut. Wir werden ein kleines Kontingent von Zimmern unverbindlich vorbuchen. Verweisen Sie, wenn Sie sich dort anmelden, bitte darauf, dass Sie an dem MA-Modul im Institut für Waldorfpädagogik teilnehmen.

Donnerstag, Februar 19, 2004

Rundbrief Februar 2004 

Das Institut für Waldorf-Pädagogik Witten/Annen, insbesondere Gerd Kellermann und Griet Hellinckx, arbeiten seit dem 1. Oktober 2002 an dem Entwurf eines europäischen Master-Studiengangs für Waldorfpädagogik. Dies geschieht in Kooperation mit der University of Plymouth in Großbritannien (John Burnett und Trevor Mepham), der Rudolf Steinerhögskolan in Schweden (Maria Eloranta und Örjan Retsler), dem Solymár Waldorf Képzés in Ungarn (Sam Betts) und der Hogeschool Helicon in den Niederlanden (Christiaan Eckhart und Gerrie de Valk). Christopher Clouder ist als ständiger Vertreter des European Council for Steiner Waldorf Education bei den Arbeitstreffen anwesend. Drei Jahre lang wird die Entwicklungsarbeit durch eine finanzielle Förderung (Comeniusprojekt) seitens der europäischen Gemeinschaft unterstützt.

Ziel des Master-Studiengangs ist es, die von Rudolf Steiner angeregte „Praxis-Forschung“ des Lehrers mit einer professionellen Fortbildung auf akademischem Niveau zu verbinden, und zugleich die Möglichkeit zu schaffen, mit dieser Tätigkeit den akademischen Grad des Masters zu erwerben. Es sollen Fähigkeiten wie Beobachtung, kritische Reflektion und Selbstreflektion, sowie bereits praktizierte Formen der Forschung, die sich auf die konkrete Praxis beziehen, gefördert und weiter ausgebildet werden, so dass diese Praxisforschung sowohl in der Schulbewegung wie in der Öffentlichkeit dargestellt werden kann und in der öffentlichen erziehungswissenschaftlichen und pädagogischen Diskussion bestehen kann. Mit dem Studiengang sollen Schulentwicklungs- und Schulerneuerungsprozesse sowie eine europäische Zusammenarbeit innerhalb der Waldorfschulbewegung unterstützt werden.

Das Angebot des Master-Studiengangs richtet sich in erster Linie an tätige Waldorflehrer, aber auch an Eltern und Mitarbeiter, die in einem Schulzusammenhang arbeiten. Dieses Studium soll vorzugsweise in direkter Anbindung an den Schulalltag geschehen und so Forschung und Praxis miteinander verbinden. Dabei wäre es wünschenswert, wenn diejenigen, die sich zum Studium anmelden, eine Zusammenarbeit mit anderen Menschen aus der gleichen Schule oder aus anderen Schulen einplanen. Die persönlichen Forschungsfragen bestimmen den Inhalt und den Verlauf des Studiums. Deshalb sind Angebote wie Vorlesungen oder Seminarveranstaltungen zwar möglich, sie werden dennoch in der Regel nur einen geringen Teil des Studiums ausmachen.

Im ersten Arbeitsjahr hat die internationale Arbeitsgruppe sich fünfmal getroffen. Mehrere externe Berater und Kollegen haben an Abschnitten dieser Treffen teilgenommen: Christoph Wiechert (Pädagogische Sektion, Dornach), Martin Wienert (Witten/Annen), Dr. David Parker (University of Plymouth), David Brierley (Oslo), Arve Mathison (Oslo). Mit dem Blick auf eine mögliche Zusammenarbeit fand u.a. ein anregender Austausch mit der Initiative für Praxisforschung in Solothurn, Schweiz statt. Auch mit den Mitarbeitern des Integrated Masters Programme (University of Plymouth) fanden Kooperationsgespräche statt. Im Oktober 2003 hat in Anwesenheit von Sean Feerick (Directorate General for Education and Culture, Europäische Kommission) ein Rückblick und eine erste Evaluation der Arbeit stattgefunden.

Eine kurze Aufzählung dessen, was die Mitglieder der Arbeitsgruppe in dem ersten Jahr beschäftigt hat, möge einen Einblick in die Komplexität der Arbeit gewähren:
· Auseinandersetzung mit Rudolf Steiners Anregungen bezüglich Praxisforschung und Lehrerfortbildung
· Auseinandersetzung mit den bildungspolitischen Entwicklungen auf europäischer Ebene (Bologna/Lissabon)
· Austausch über die Situation in den einzelnen teilnehmenden Ländern (Bildungssystem, Status und Finanzierung der Waldorfschulen sowie der Lehreraus- und -fortbildung)
· Kennenlernen von bereits existierenden Modellen der Praxisforschung sowie von Master-Studiengängen, die auf Forschung und/oder Schulpraxis basieren. Erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang u.a. Programme der folgenden Universitäten: Liverpool, Greenwich, Plymouth und Linkoping, sowie die Arbeiten von David Parker (SWIfT, University Plymouth) Prof. Dr. Peter Schneider (Universität Paderborn), Professor Meyer (Universität Oldenburg), Dr. Herbert Altrichter (Universität Linz), Dr. Peter Posch (Universität Klagenfurt), Dr. Cathy Nutbrown (University of Sheffield).
· Außerdem beschäftigten wir uns mit verwandten Ansätzen, die es bereits in der Waldorfbewegung gibt. Sowohl der Kontakt mit der Initiative für Praxisforschung (http://www.ipf-ipr.net/) in der Schweiz als auch der mit Torin Finser (Antioch, USA) war sehr hilfreich. Diese Gespräche werden zur Übersetzung einer Broschüre über Praxisforschung an Waldorfschulen führen. (Autor: Torin Finser; Übersetzung und Herausgabe: ipf).
· Fragen der Akkreditierung des Programms führten zu einem ersten Beschluss, die Möglichkeiten der University of Plymouth zu nutzen. Ein Pilotmodul (Waldorf Pedagogy at Masters Level) wurde entworfen und von der Universität Plymouth im Juli 2003 genehmigt. Eine Gruppe von 16 englischen Kollegen der Cotswold Chine Special School in Gloucestershire ist seit September 2003 hierfür angemeldet.

Im Laufe des ersten Jahres haben die Partner der einzelnen Länder Kollegen und Interessenten über das Vorhaben informiert. Es wurden in mehreren nationalen und internationalen Zeitschriften Artikel und Berichte veröffentlicht: ‘Vrije OpvoedKunst’ (Niederlande), Motief (Niederlande), Erziehungskunst (Deutschland), Lehrerrundbrief (Deutschland), Mitteilungen – Anthroposophie weltweit, "På Väg" (Schweden), SWSF Newsletter (Großbritannien), und Das Goetheanum (Schweiz). Im Mai 2003 wurde eine projektbezogene Website ins Internet gestellt: http://www.steinerwaldorfma.org/ . Durch diese Informationstätigkeit kam ein hilfreicher und anregender Gedankenaustausch mit vielen Kollegen in Gang. Es wurde ersichtlich, dass ein reges Interesse sowohl an den Zielen als auch an der akademischen Form vorhanden ist.

Vom 27. bis 30. Januar 2004 fand in Zeist das erste Treffen der zweiten Phase statt. Hier wurde nach reiflicher Überlegung beschlossen, dass der Master-Studiengang in Waldorfpädagogik in das bestehende Integrated Masters Programme (abgekürzt IMP) der Universität Plymouth eingegliedert werden soll. Diese Entscheidung hat weitreichende Konsequenzen. Das IMP bietet ein Gefäß, ein Spielfeld für das, was mit dem Master-Studiengang beabsichtigt wird. Diese Form existiert dort seit vielen Jahren und hat die Bewährungsprobe bestanden, vor allem im Zusammenhang mit Fortbildung für Kollegen, die in der Praxis stehen und auf einem angemessenen akademischen Niveau forschend tätig werden wollen. Das Modell bietet nach unserer Einschätzung ein großes Maß an Freiheit und Offenheit sowie einen Schatz an Erfahrung und Sachverstand. Ein Studiengang innerhalb des IMP beinhaltet vier Module und die Arbeit an einer Dissertation. Jedes Modul kann als ein selbstständiges Fortbildungselement betrachtet werden. Der Studierende kann Pausen einlegen, sowie den Verlauf eines Studiums über mehrere Jahre individuell gestalten. Dabei hat er oder sie die Möglichkeit sowohl an Modulen im eigenen Land wie im Ausland teilnehmen zu können. Es gibt keine festgelegte Reihenfolge weder im Bezug auf die Module noch auf die Aufgaben. Nur in der Dissertation kommt es zu einer Art Apotheose, die erst durch die geleistete Vorarbeit und die in den einzelnen Modulen erworbene Kompetenz möglich wird. (Insgesamt müssen nach dem in Großbritannien üblichen CATS-System bis zum Abschluss 180 Credits erworben werden, dies entspricht 120 ECTS).

Das IMP-Modell spricht sich nicht über Inhalte aus, aber bestimmt fünf Möglichkeiten der Aufgabenstellungen zur Beurteilung oder Prüfung der Kompetenz der Studierenden. Bis jetzt wurden die Ergebnisse meistens in Form von schriftlichen Arbeiten eingereicht. Dies ist jedoch nicht zwingend. Es handelt sich um folgende Aufgabenstellungen:
- kritische Auseinandersetzung mit Literatur zu einem bestimmten Thema
- Praxisentwicklung anhand eines Projektes
- Sammeln von Daten und deren Analyse
- Reflektive Auseinandersetzung mit der Praxis
- Eine These argumentativ begründen
Die Steuerungsgruppe sieht es als eine ihrer Aufgaben, die Möglichkeiten dieser Aufgabenstellungen auszuloten. Wie kann eine künstlerische oder praktische Arbeit hier einen Platz haben? Welche Möglichkeiten der Beurteilung gibt es in einem solchen Fall?

Wenn solche Fragestellungen bewegt werden, taucht bald die Frage nach der Wissenschaftlichkeit auf. Die Arbeit, die von den Studierenden geleistet wird, soll so sein, dass ein nicht anthroposophisch vorgebildeter Leser oder Zuhörer die Gedankengänge verfolgen kann. Was heißt das? Welche Klippen gilt es zu umschiffen? Welche Horizonte eröffnen sich? Was ist Forschung im Bereich Schule und Bildung aus anthroposophischer Sicht? Welche Bedeutung hat es, dass wir von Erziehungskunst, statt von Erziehungswissenschaften sprechen?
Zu diesen Fragen hofft die Planungsgruppe auf eine breite Debatte innerhalb der Waldorfbewegung. Wenn wir einen Wunsch frei hätten, würden wir uns eine Reihe von Arbeitspapieren wünschen, die auf der (im Moment nicht ganz aktuellen) Website veröffentlicht werden könnten. Wenn genug Rückmeldungen aus den einzelnen Ländern kommen, lässt sich dies vielleicht in Zukunft als Anregung für Studierende als Broschüre veröffentlichen. Melden Sie sich, wenn Sie etwas beitragen können!!!

Bei der Planung wird zunehmend deutlich, dass ein schrittweiser Auf- und Ausbau nötig ist. Wie bereits erwähnt, werden in einem Pilotmodul mit den Kollegen der Cotswold Chine Special School in England erste Erfahrungen gesammelt. Voraussichtlich werden in absehbarer Zeit weitere Pilotmodule angeboten werden. Der Studiengang soll in Zukunft von einem Netzwerk von internationalen Tutoren unter den Auspizien des IMP/University of Plymouth (Approved University Tutors) getragen und gestaltet werden. Diese werden in einer ersten Phase von der University of Plymouth in Rücksprache mit der Projektgruppe auf diese Tätigkeit vorbereitet werden. Falls Sie Interesse an dieser Arbeit als Tutor hätten, bitten wir Sie, sich zu melden.
In einer ersten Phase wird Englisch die Arbeitssprache der Tutoren sein müssen, später soll sich dies jedoch zunehmend differenzieren. Dennoch möchten wir von Anfang an anstreben, dass Studierende in der eigenen Muttersprache arbeiten können und betreut werden. Die eingereichten Arbeiten müssen jedoch voraussichtlich ins Englische übersetzt werden. Denn die Studierenden sind voraussichtlich jedenfalls am Anfang Studierende der University of Plymouth und diese ist verantwortlich für die Qualitätssicherung,

Viele Fragen, die uns von interessierten Kollegen erreichen, lassen sich noch nicht eindeutig beantworten. Wir vermuten zum Beispiel, dass sich einiges in Bezug auf Unterrichtsgenehmigung und Rückfinanzierung der Gehälter zum Positiven ändern könnte, wenn Kollegen einen MA-Abschluss in der Tasche haben, aber wir wissen es nicht. Die Fragen nach Akkreditierung, Kosten und Finanzierung werden ebenfalls oft gestellt. Durch die Eingliederung in das IMP ist sowohl garantiert, dass der Studiengang akkreditiert sein wird, als auch, dass er in Bezug auf Finanzierung und Studiengebühren entsprechend den jeweils geltenden britischen Bestimmungen behandelt wird. Im Moment werden alle EU-Studierenden in England so eingestuft wie die aus dem eigenen Lande. Das heißt, dass Gelder für sie an die Universität fließen und dass Studiengebühren erhoben werden. Zur Zeit sind dies für das IMP 225 Pfund pro Modul, bzw. etwa 2100 Euro für den gesamten Studiengang. Viel teurer wird es für Kollegen von außerhalb der EU (z.B. auch aus der Schweiz). Wie jeder Zeitungsleser weiß, wird diese Thematik im Moment nicht nur in Deutschland kontrovers diskutiert. Somit wissen wir nicht, was in Zukunft auf uns zukommt. Außerdem begibt das IMP-Team sich durch die Kooperation mit unseren Institutionen auf ein neues Feld. Welche Form kann diese Kooperation annehmen - auch im Finanziellen? Eine ungeklärte, brisante Frage.

In nächster Zukunft müssen an erster Stelle die folgenden Fragestellungen und Aufgaben weiter geklärt bzw. gelöst werden:
· Inhaltlicher Entwurf eines Praxisforschungs-MA-Studiengangs für die europäische Waldorfschulbewegung
· Aufnahmebedingungen und -verfahren, Evaluationsmethoden
· Chancen und Probleme eines mehrsprachigen, europäischen Studiengangs
· Form und Gestalt der Kooperation zwischen den Einrichtungen
· Modul- und Creditsysteme
· Kontaktaufnahme mit und Schulung von möglichen Tutoren (University Approved Tutors), praktische Umsetzung eines Betreuungsmodells für die Studierenden
· Finanzierungsfragen
· Kontakte und Zusammenarbeit mit Verantwortungsträgern der nationalen Bildungssysteme
· Weitere Veröffentlichungen und Informationsveranstaltungen

Für Anregungen oder weitere Informationen wenden Sie sich bitte an
Griet Hellinckx hellinckx@waifwp.de oder
Gerd Kellermann kellermann@waldorf-nrw.de
Institut für Waldorf-Pädagogik Witten/Annen, Annener Berg 15, D-58454 Witten


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