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Mission Statement

Vorwort
Einführung in den Masterstudiengang
Die Ziele des Masterstudiengangs
Die Lernziele der Studenten
Verantwortung der Studenten
Die Bestandteile des Studiengangs
Anmerkung zu den Modulen
Die Masters-Abschlussarbeit

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Häufig gestellte Fragen

Der Bologna-Prozess - Stand Herbst 2005

Der Bologna-Prozess - Stand der Umsetzung in Deutschland Herbst 2005

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Vorwort

Forschung steht im Zentrum der Waldorfpädagogik. Sie erfordert einerseits Selbstreflexion, auf der anderen Seite die Bereitschaft, sich in der Welt zu engagieren und diese weiter zu erkunden. Rudolf Steiner erwartete, dass sich die Waldorfschulen zu pädagogischen Studienzentren entwickeln würden, in denen die Früchte der in die Praxis umgesetzten Forschung nicht nur den Unterricht in den Schulen selber erleichtern würden; sie sollten auch zur Verbesserung der außerschulischen Pädagogik beitragen. Lehrer wurden ermutigt, ihre Einsichten, Erfolgs- und Misserfolgserfahrungen nicht nur untereinander, sondern auch mit Wissenschaftlern und anderen zu teilen. Offensichtlich ist das ganze keine abgeschlossene akademische Übung, sondern ein Experiment mit einer sozialen und einer emotionalen Dimension. Hingabe an den Beruf, aus der Inspiration, Enthusiasmus und Lehrkompetenz erwachsen können, erfordert eine beständige Überprüfung von Inhalt, Methodik und den eigenen persönlichen Fähigkeiten. Dieser Masterstudiengang ist als Unterstützung für diesen Ansatz vorgesehen.

Von Anfang an hatte er eine europäische Ausrichtung, was implizierte, dass über den jeweiligen Horizont der geschichtlich geprägten Bildungs- und Erziehungsformen hinausgeblickt wurde. Bald wurde klar, wie unterschiedlich die Erwartungen und impliziten Annahmen waren und wie leicht es war, in die Falle von Fehlurteilen und nationalen Klischees zu tappen. Das Projektteam machte sich aber im Geiste einer konstruktiven und kollegialen Zusammenarbeit ans Werk. Es lernte dabei, die verschiedenen Sichtweisen als Bausteine für neue Kooperationsmodelle innerhalb des allgemein anerkannten tertiären Bildungssektors wertzuschätzen. Hieraus entstand eine Solidarität, die – so hoffen wir – sich auf all jene übertragen wird, die mit uns zusammen diese Herausforderung annehmen wollen.

Was aus diesem Projekt wird, hängt davon ab, was Studenten und Tutoren dazu beitragen können, doch nach unserer Überzeugung kann dieses Modell zur qualitativen Entwicklung der Schulbewegung beitragen und auch als ein Weg der beruflichen Weiterentwicklung für alle Kollegen von Nutzen sein. Auf den ersten Blick mag das Modell radikal anders als alles, was wir traditionellerweise von einem Masterstudiengang erwarten erscheinen. Wir haben jedoch aus vielen verschiedenen Blickwinkeln und gründlich forschend daran gearbeitet und sind zuversichtlich, dass unser Modell sowohl die üblicherweise an dieses Studienniveau gestellten Anforderungen erfüllt als auch den Geist der Waldorferziehung trifft. Es gibt Raum für Kreativität, persönlichen Ausdruck und Entwicklung, unterschiedliche Ansätze, grundlegende Fragestellungen und rigoroses Hinterfragen sowie für kollegiale Unterstützung und gegenseitiges Wahrnehmen. Die Universität sieht sich hierbei selbst im Dienste der Schulgemeinschaften. Diese aufregende Aussicht, die zunächst etwas abschreckend erscheinen mag, wird von anderen außerhalb der Waldorfbewegung mit Interesse beobachtet. Darin äußert sich der Wunsch nach einer Erneuerung des Lehrerberufs in Europa und darüber hinaus.

Dies ist ein innovativer Schritt, der – wie alle solche Unternehmungen – Risiken und unvorhergesehene Chancen und Schwierigkeiten birgt. Die Möglichkeit, eine forschungsgestützte Diskussions- und Entscheidungsfindungskultur in unseren Gemeinschaften zu eröffnen und zu etablieren, ist aber, zusammen mit einem gestärkten Sinn für das Privileg, Waldorflehrer zu sein, ein Schritt nach vorne. Es ist ein Schritt dahin, unseren Kindern das zu geben, was ursprünglich intendiert wurde und was zum Kern unseres derzeitigen weltweiten Erziehungsansatzes gehört.

Christopher Clouder.
Für den Europäischen Rat für Steiner-Waldorf-Erziehung (European Council for Steiner Waldorf Education- ECSWE)

 

Dieses Projekt wurde finanziell von der Europäischen Kommission unterstützt. Diese Veröffentlichung gibt nur die Ansichten des Autors wider, und die Kommission kann nicht verantwortlich für Informationen gemacht werden, die hierin enthalten sind.


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